Projekt:Autonomer Drogeninfostand

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Ein Motto:

A scholar who cherishes the love of comfort is not fit to be deemed a scholar.
-   Lao Tze

Ziel ist es: "sich selbst Überflüssig zu machen, da Alle bewusst drogenmündig und autonom mit Substanzen im Sinne der Genusswirksamkeit umgehen sollen." Ein hochgestecktes Ziel ;-)


pict-by.png pict-nc.png pict-sa.png * Lizensiert als CC2.0 BY-NC-SA

Contents

Fragen zum Projekt:

  • Was habt ihr Euch dabei gedacht?

Der Autonome Drogeninfostand ist aus der Partyszene entstanden. Der positive Effekt des offenen Umgangs mit Drogen ist zum Einen die soziale Interaktion und zum Anderen die damit verbundene ungleich höhere Qualität der individuellen Erfahrung. Stichwörter: Autonomie, Missbrauchsprävention, Frühdiagnose und Risikominimierung.


  • Wie unterscheidet sich Eurer Ansatz von den vorhandenen Lösungen?

Der "autonome Drogeninfostand" sieht sich nicht als Lösung, sondern ist eher als Idee zu verstehen. Es ist ein Projekt, dass zum Anregen, Nachahmen und Verbessern gedacht ist. Durch eine vereinslose Struktur sind Entscheidungswege verkürzt und das Projekt wird eher umgesetzt. Die Vorgaben bzgl. Inhalt und Form sind den ausführenden Menschen und deren Kapazitäten überlassen.

Der Autonome Drogeninfostand gehört zum Kapitel "Sinnvoll chillen auf Parties". Autonome Drogeninfostände werden zur Zeit in Berlin organisiert und haben dort Ansprechpartner. Denkbar ist solch ein Szenario überall dort wo Menschen miteinander offen umgehen.


Projekt:Autonomer Drogeninfostand/Geplante Aktionen

Projekt:Autonomer Drogeninfostand/Vorbei

Weiteres

Requisiten Problem

Der autonome Drogeninfostand kennt verschiedene Durchführungsvarianten seines Aufklärungsansatzes.
Allen gemein ist die kostenfreie respektive kostendeckende Darbietung und Weitergabe von Informationen ohne Gewinnabsicht.
  • Ein solcher Infostand wird i.d.R. durch folgende Elemente sinnvoll ergänzt:
    • SaferParty - am Beispiel der Schweiz Substanzinfos und Warnungen zur gesundheitlichen Aufklärung.
    • SaferClubbing - am Beispiel Grossbritanniens (PDF Datei).
    • SaferSniffing - Schlauch, Löffelchen oder ähnliches Besteck zum nasalen Konsum.
    • SaferUse - Sonstige nichtwiederverwendbare Utensilien wie Einwegandschuhe und Spritzen.
    • SaferSex - Kondome, Gleitmittel

Das Problem:

  • Die Kondomhersteller rücken keine Spenden raus.
  • Die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) sträubt sich auch zu Spenden und bietet an Kondome zu verkaufen.
    • Stellungnahme der DAH: "Der Kondombedarf von Euch scheint aber recht hoch zu sein, welcher so (mit kostenlosen Kondomen) nicht gedeckt werden kann, da wir jeden Tag Anfragen nach kostenlosen Kondomen erhalten."
      • wir brauchen ca. 30-50 kondome pro Party, und ( 50x16ct ) 6,50 EURO sind mitnichten VIEL da wir die direkteste aller Werbungen fahren.
        • ein stumpfes "Querbeet" Plakat kostet den Steuerzahler unvergleichbar viel mehr... denn: mit HIV infizieren kann man sich auch vor einem Plakat.


Problemlösung:

  • Verhandlung mit dem DAH e.V. über Werbung bei Infoständen.
  • Die SONICS Connection?
  • YouthBank?
  • Parteien (am Bsp. CDU-Jugend 1.5mio kondom subvention)
    • kotzwürg

Was kann gemacht werden

Diese Punkte sind gegebenenfalls im Einzelnen von der Gruppe zu planen und durchzuführen, dies ermisst sich an Erfahrung und Ausstattung:

  • Drogeninfoflyer (wieviele, welche, warum)
  • SaferSniffing Röhrchen
  • SaferUse Hinweise (auf dem klo...)
  • Kondome & Ohrstöpsel, Traubenzucker
  • Argumentative Hilfe bei Problemen mit der Polizei.
  • Drugchecking mit Marquisreagenz nach dem Selbstuntersuchungsmodell
  • Chillout mit gedämpfter Musik machen
    • Reizarme Umgebung schaffen
  • weiterfuehrende Adressen/Literaturlisten (ISBN liste und adressverzeichnis/internet?)
  • Psychonautische Ambulanz

Leitfaden

Dieser Infostandleitfaden hilft dabei, einen Drogeninfostand für eine Veranstaltung zu planen und Umzusetzen. Viele von den Tipps sind aus der Praxis entstanden und können immer wieder erweitert werden. Dafür gibt es das Drugchecking Wiki

Kontaktaufnahme:

Wenn vorher geplant wird, kann Mensch sich den Platz aussuchen.. Auch ist der Veranstalter öfters ziehmlich mit anderen Dingen beschäftigt, als mit einen (weiteren) Stand zu diskutieren - oft geht es trotzdem gut.

  • Wird Etwas angeboten, das es in der Location zu kaufen gibt? Ist das ein Problem?
  • bestimmte Aktionen wie Drugchecking mit Marquis-Reagenz sollten vorbesprochen werden, siehe weiter unten: "Was wird angeboten"
  • Standaufbau: welcher Raum steht zur Verfügung
    • Raum selbst Dekorieren?

Zusammenpacken

Dieser Text soll ein paar Vorbereitungen für einen "offiziellen" Drogeninfostand beschreiben:

Ankunft:

  • Kontakt mit dem Veranstalter / Ansprechpartner ( sofern eingeladen )
  • Gemeinsam besprechen, wo der Stand sinnvoll ist (Auffälliger Platz, aber nicht zu laut. Evtl im Chill-Bereich o.ä.)
  • Gemeinsamer Aufbau
    • wie viel Platz steht zur Verfügung, muss der Raum (selbst) dekoriert werden?

Wir drucken meist noch etwas Material zum aufhängen aus, sodass die Leute auch wissen dass wir da sind, und es nicht nur ein weiterer Tisch ist, der unter Flyern untergeht. Piratenflaggen haben sich bewährt, diese können einfach zum "Sniffpiraten" umgestylt werden. Lichter können den Stand zusätzlich hervorheben. Für Drugchecking ist eine neutrale und helle Lichtquelle nötig. Einen kleinen 220V Halogenspot gibt es im Baumarkt und hat sich bewaehrt.

Wir wollen uns nicht hinter einem Tisch verschanzen. Daher stellen wir unsere Area meist um und arragieren sie entsprechend unserer Vorstellungen.


Vor Beginn:

  • Runde mit dem Team/Umfeld:
    • Gemeinsame Einstimmung als "Wir" (Gegenpol zur typischen Party-Hektik und dem "Jeder irgendwie für sich")
    • Ablauf: Flexible Handhabung oder Einteilung in Schichten? / Wann ist Rückfahrt geplant? / Wer baut wann ab?
    • Einschätzung der Partysituation und der Rolle von uns auf der Party.
  • Sonstiges:
    • Nützlich ist es zumeist, sich im Vorfeld auf eine/n Koordinator/in (die Personen mit der größten Erfahrung bzw. die Person, die im Vorfeld organisiert hat etc) zu einigen. Nicht im Sinne einer Person, die alles bestimmt, sondern vor Allem, um eine Bezugsperson zu haben bzw. Jemand der das Ganze im Blick hat. (Gerade auf dynamischen Festivals ist es notwendig Jemanden zu kennen, der durchgängig den Überblick behält).
    • Entscheidungen werden jedoch wie üblich gemeinsam besprochen.
  • Kontakt mit Sanitätern (Vorstellen als Drogenaufklärung, Abklären von Prozeduren bei Notfällen u.ae.)
  • Kontakt zu Leuten, die in der Nähe Stand/Chill/Chai/... machen. (Vorstellen, einige Flyer geben um Chai bitten).
  • Evtl. auf Toiletten/Ständen/... Flyer und Pillenwarnungen aufhängen, Requisiten bereitstellen.

Währendessen:

  • Immermal den Infostand ordnen, insbesondere auf kleinen Parties neigt dieser zum Chaos.
  • Den Infostand im Auge behalten, es gibt Personen die sich hinsetzen und auf einmal Kohle für die Flyer verlangen!
  • Ruhig mal die Leute nach Kostenbeiträgen fragen.
    • Hans hat eine Kopie-Kostenliste dabei und legt diese auch aus. Das erscheint mir sinnvoll (tribble)
    • Schlauch: 1m = 70ct
    • Kaugummis: 1pck. = 1.50e
    • Traubenzucker: 1pck. = 1.50e
    • Kondome, Ohrstöpsel, Printmaterial, ..

Danach:

  • Inforunde um Kritiken von allen Beteiligten zu sammeln. Was war wie gut an der Party, welche Probleme gab es?
    • aufschreiben, in die Gruppe kommunizieren, experimentieren, in den Leitfaden schreiben

Veranstalter Notizzettel

Dieser Notizzettel ist vornehmlich da, um bei dem Gespräch mit dem Veranstalter wichtige Punkte anzusprechen.

  • Wir machen akzeptanz orientierte Drogenarbeit im Sinne der Missbrauchspraevention und Aufklärung + Frühdiagnose:
Keine Verurteilung von Drogenkonsum, kein Für oder Wider
  • Wir arbeiten Ehrenamtlich, dass bedeutet: ohne dafür Geld zu verlangen, weder von den Veranstaltern, noch von den Personen die sich informieren möchten.
  • Die Veranstalter müssen jedem den Eintritt erlassen, der sich an dem Infostand beteiligt.
  • Kostenbeiträge sind gerne gesehen und helfen die Qualitaet und das Angebot zu erweitern/aufrecht zu halten.
  • Fotos, Videos, Beiträge und deren Verwendung sind mit den Helfern/Beteiligten abzusprechen. Eine Vereinnahmung ist auszuschliessen.

Argumente

  • ehrenamtlich, nicht-kommerziell
  • passiv
  • akzeptierende drogenarbeit - wir verurteilen und verherrlichen nicht, keine Verurteilung von Drogenkonsum
  • Schadensminderung(harm-reduction) / Gefahreneingrenzung(risk-prevention)
    • "Risikominimierung" "im Club Setting"
    • Der Veranstalter braucht uns, da er dadurch das Risiko eines gesundheitlichen Schadens der Gäste mindert und die gesundheitliche Verantwortung gegenüber seinen Gästen demonstrieren kann.
    • Der Veranstalter möchte uns haben, da wir (durch unsere Existenz,Mailinglisten,Webseiten..) Werbung für seine Party machen
  • Wir kosten nichts, wir wollen nur den Eintritt freihaben.
  • "Setting" ist ein Fachterminus bei den Krankenkassen etc. pp.
  • "sekundäre Suchtprävention" ist das was wir machen als Fachterminus (siehe unten)
  • Weitere Aspekte über den Partyverlauf von "aussen" und aus einer anderen (?) Sichtweise
  • Kontakte zu anderen Projekten wie Sonics, Beamerkino, Vokü, DJs, VJs, Deko ..


Veranstalterproblemchen

Problemstellung: Die Veranstalter sind in Berlin teilweise ziehmlich unumgänglich, insbesondere bei größeren (kommerziellen) Events, was die Eintrittsmodalitäten und andere Aktionen angeht.

Eine gute Möglichkeit ist, sich anzumelden. Falls dies kurzfristig nicht möglich ist oder die eMail nicht ankommt, nicht verzagen. Unten geht es mit dem Leitfaden weiter, der dir bei dieser Sache zur Seite stehen wird.

Persönlich kann ich dazu nur sagen, dass nicht-kommerzielle Events mir deutlich lieber und umgänglicher sind, ich aber auch gerne mal einen Solibeitrag zahle. (Tribble, 25.10.2006)

Die machen mir den Laden dicht

Problem: [..] steht weiterhin gerade in Bezug auf Drogen unter städtischen Druck. Deshalb kann es keinen offenen Umgang mit illegalisierten Drogen und auch kein Drugchecking geben. Dies würde die Existenz der Clubs bedrohen, unabhängig von rechtlichen Auslegungen im Detail.

Lösung: Das ist ein verständliches Problem. Leider gibt es dafür nicht wirklich eine einfache Lösung, sondern kann nur durch das Gespräch mit dem Veranstalter gelöst werden.

*MEEEP*MEEEP* Veranstalter und Locationbesitzer sind oft 2 verschiedene Parteien. *MEEP*MEEP*
Möglicherweise hilft es einen Aufkleber fuer Locations zu designen...
  • Workshop zu dem Thema (auf der Party?) machen.
  • offizielle Genehmigung von $Amt und/oder Polizei für den Abend?
    • Nein, das ist im Prinzip Selbstanzeige ala "Hier gibts wahrscheinlich Drogen"!
  • Das Drugchecking nicht im Club / auf dem Gelände machen - Location verlassen und DC im "öffentlichen Raum" durchführen
    • Unpraktisch wegen Witterungs- Lichtverhaeltnissen; eher mit Veranstalter bzw. Locationbesitzer besprechen und Sichtschutz vereinbaren.
  • Die Veranstaltung woanders machen ( sofern möglich )
Marquis-Test
  • Einzelne Behälter Marquis-Reagenz an wirklich interessierte zum Selbstkostenpreis abgeben nur wenn Informiert wurde.
    • ... ist Prinzipbedingt notwendig für das Selbstuntersuchungsmodell,
    • ... ist nicht als Tropfer sinnvoll weil Ätzend-Giftig und Umweltzerstörend zusammen.
    • Privat "als Gast" DC-Anleitungen geben
Die Verordnung sagt, dass Schwefelsäure etcpp nur in "informierte" Hände gelangen soll, d.h. Anleitung und Warnung.
  • Ergo bietet sich ein Seminar fuer Sozialarbeiter an indem wichtige Inhalte zum Thema Arbeitsschutz gesondert vermittelt werden
    • Säurefeste Gefäße(Tropfer; Schale), Arbeitskleidung(Handschuhe), Neutralisation(Backpulver)
    • Argumentative Hilfe (nix verherrlichung, wenn ueberhaupt verifikation, der "Gast" legt hin, wir tropfen drauf etc.)

Weitere Punkte:

Aktuell:

  • ...zeigt sich gerade durch das Drugchecking die mangelnde/fehlende Verantwortung des Clubbetreibers gegenüber der Gesundheit der Besucher
  • Drugchecking ist "Lernen fürs Leben".
  • Es werden so oder so Substanzen konsumiert - ob dies dann gesund passiert ist eine andere Frage
  • Angst ist eines der ältesten Machtmittel der Menschheit...
  • Die Location hat brav aufgepasst, dass auf dem Ausweis 16 steht um den Rigo gegen 10Euro50 zu verkaufen
  • Akzeptierende Haltung fördert Bildung
  • Drugchecking ist Risikominimierung

...soll:

  • Drogen war das Unwort
  • Pharmaka sind es
  • und omnipraesent sind sie auchnoch

Die Annahme eine Location könne Drogen induzieren ist gängige Praxis. Tatsächlich sind Pharmaka allgegenwärtig.

  • Präzedenzfall Barkeeper Aufsichtspflicht?? (Urteil finden!)
  • DrugChecking in dieser Form ist nur exemplarisch Wertvoll, da keine genauen Werte. Sinnvoll wäre eine Automatenvariante, welche Aufschluss über alle Werte gibt.

hmm:

Das Problem ist weniger im Unwillen von Veranstaltern zu verorten, sondern viel mehr an eine unklaren/nicht-definierten Gesetzeslage bezüglich Marquis-DC und damit einhergehend der Aktuazion seitens der Exekutive.

Da können wir noch so lange drüber diskutieren und noch so lange Argumente anbringen, es ist nunmal so. Was her müßte wäre eine EU-weite, eine Bundesweite oder, um realistisch und pragmatisch am Fall zu bleiben, eine schriftliche/abgesegnete Genehmigung seitens des Gesundheits-/Jugend-/wasweißich-Amts und dem/den Partyveranstaltern bzw. eine vorherige Absprache mit Polizei und Stadt. ansonsten käme der Veranstalter in Teufels Küche. Als Privatperson sieht das alles anders aus..


Was ist sekundäre Suchtprävention?

Ziel der sekundären Suchtprävention ist es, im Einzelfall durch gezielte Hilfen besondere Belastungen abzubauen und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung ohne Kompensation durch Suchtverhalten zu verhelfen.

Diskussion: Was ist Suchtverhalten?

Drugchecking nach dem Selbstuntersuchungsmodell

WICHTIG!!!
DrugChecking mit Marquiz-Reagenz im Selbstuntersuchungsmodell ist ein INDIKATORTEST,
bei dem weder Qualitaet noch Quantitaet ermittelt werden koennen. es ist KEINE CHEMISCHE DROGENANALYSE.
WICHTIG!! 



Ist Drugchecking legal?

In Deutschland ist "Drugchecking nach dem Selbstuntersuchungmodell" legal. Es gibt keine juristische Grauzone.

Situation in anderen Ländern

In der Schweiz gibt es das "Verwalterprinzip" nach dem ein Drugchecker die Substanz annehmen und analysieren kann, ohne sich Strafbar zu machen. Dies ist in Deutschland nicht der Fall: sowohl Besitzer als auch Eigentümer machen sich strafbar und es gibt kein Verwalterprinzip.

Warum macht Eve&Rave kein Drugchecking mehr

"Von Februar 1995 bis September 1996 führte der überwiegend in der Party- und Technoszene aufklärerisch tätige Berliner Verein Eve & Rave e. V. in Zusammenarbeit mit dem Gerichtsmedizinischen Institut der Humboldt-Universität (Charité) ein Drugchecking-Programm durch. Insgesamt wurden dabei über 150 Proben analysiert. Die Proben wurden dem Verein anonym zugeschickt und von Vereinsmitgliedern zum Gerichtsmedizinischen Institut gebracht. Dort erfolgte eine Analyse mittels Hochdruckflüssigkeitschromatographie (HPLC), bei analytisch nicht eindeutigen Fällen auch mittels gekoppelter Gaschromatographie und Massenspektroskopie (GC/MS). Die Ergebnisse der Analytik wurden Eve & Rave umgehend übermittelt. Die Einsender der Proben konnten das Ergebnis gegen Nennung eines Codeworts anonym telefonisch erfragen. Die Kosten für die Analytik (70 DM pro Substanzprobe) waren von den Auftraggebern zu tragen" (drugchecking.eu)

Viele haben davon erfahren, dass Eve&Rave vor einigen Jahren Drugchecking durchgeführt hat. Man konnte eine Probe abgeben und es wurde dafür ein Kostenbeitrag berechnet. Die Probe wurde in einem professionellen Labor, der Gerichtsmedizin in der Charitee, untersucht.

Dies wurde durch die Polizei/Staatsanwalt unterbunden, eine Durchsuchung der Räume veranstaltet.

Sämtliche Anklagen gegenüber Eve&Rave Mitgliedern wurden fallen gelassen, da an sich nichts gegen Drugchecking spricht und Profis die Analysen gemacht haben.

Es gab allerdings eine interne Hausmitteilung an alle staatlichen Labore, keine Proben mehr von Partyorganisationen usw. anzunehmen. Damit war Drugchecking (für günstig) in Deutschland Geschichte.

Artikel von Jürgen Paul im Focus (Nr. 43, 1996)]

Wo gibt es aktuelle Pillenwarnungen


Festival Guide

Aus dem eclipse fusion&voov handout, leicht geändert

Wir helfen, wenn die Eindrücke der Reise zu viel werden.

regeln

  • achtsamer, respektvoller Umgang miteinander
  • andere akzeptieren, Bedürfnisse und Grenzen anderer respektieren
  • alle sollen sich einmischen, wir sind alle Teil des Festivals

standarbeit

  • Unterstützung anbieten, persönliche Grenzen achten und respektieren
  • Jede ist für den Space verantwortlich (auch wer gerade keine Schicht hat!)
  • Klare, für alle transparente Absprachen treffen (insbesondere Schichttausch immer am Master-Plan kennzeichnen!)
  • keine Verbreitung von Drogenmythen und Halbwissen zu Drogen und Drogenqualität.
  • keine Verurteilung von Drogenkonsum, wir machen akzeptierende Drogenarbeit
  • keine Annahme/Aufbewahrung von Privatsachen von nicht-beteiligten am Stand/Zelt - wir sind keine "Garderobe"!
    • Wenn jede Menge unbekannte Personen an einem Haufen Klamotten wollen, ist das ziehmlich uncool und Zeugs kommt weg..
  • keine Werbung für Drogen (keine Tipps zum Drogenkauf)
    • Wir sind DrogenINFOstand, kein Drogenstand
  • keine Vergabe oder Abgabe von Medikamenten (inkl. Aspirin, Paracetamol) am Stand, dies darf nur ein Apotheker/Pharmazeut.

psychedelische ambulanz

  • Ruhe bewahren (Panik steckt an)
  • immer erst körperlichen Zustand checken, grundsätzlich keine Behandlung von körperlichen Problemen (Vermittlung an Sanis/DRK)
  • Grundsätzlich: eine Person (möglichst erst gleichgeschlechtlich) kümmert sich
  • Störende Umgebungseinflüsse beseitigen
  • "Normal" benehmen, sensibel nähern, ankern (nicht erschrecken)
  • Das Gefühl vermitteln, dass keine Gefahr besteht
  • Verständnisvolle Freundinnen/Partnerinnen einbeziehen, unkooperative ausschließen
  • Möglichlichst bedächtig und reflektierte gute Vibes zuführen
  • Angenehme Assoziationen wecken, hilfreiche Angebote machen
  • Aufbauende Angebote machen
  • Zuhören! - um eigene (schlechte) Erfahrungen geht es gerade nicht!
  • Die Grenzen der Person und eigene Grenzen akzeptieren!
  • Ziel: möglichst schnell nicht mehr unterstützen müssen (wir sind keine Therapeuten!)
  • Schon im Zweifelsfall: Hilfe holen (siehe erster Punkt)
  • Person mit Angebot entlassen, Betreuung förmlich beenden
  • Selbst reinigen, aus der Helferinnen-Rolle schlüpfen.

Weitere Dinge, die wir ansprechen sollten

Viele Möglichkeiten sind Mittel der Umsonstökonomie und/oder Teil von Gefälligkeiten. Wir achten darauf, dass sich niemand benachteiligt vorkommt.

Materialien

Wir möchten viel Material anbieten. Leider ist dies meist nicht so einfach, da die Fläche begrenzt ist und die Übersichtlichkeit leidet.

Ausserdem ist ein Drogeninfostand keine Plattform für Werbung, die einzige Ausnahme wären Flyer, mit Info wo es mit mehr Informationen weitergeht.

Das Alice Project ist ein guter Ansprechpartner für die A7-Flyer. Selbstproduzierte Flyer im Style der Partypeople Bremen sind gut zu kopieren, da sie s/w auf buntem A4-Papier sind. Die Drugscoutsflyer sind bunter. Eve&Rave-Style sind Fachinformationen, die in einem einfachem Format gehalten sind, in diesem Fall A4 auf weissem Papier.

Der Autonome Drogeninfostand in Berlin hat mit Alice Project Flyern angefangen. Es wird eine Umstellung auf Eve&Rave Fachinformationen angestrebt. Es kommen dadurch Kopierkosten auf. Zur Zeit ist eine Verteilung der Kosten auf Privatpersonen vorgesehen.

Weiteres Infomaterial: Hanf Museum Berlin; LSD Kongress, Gaia Stiftung; Entheogene Blätter; Die Grünen/B90; ethnobotanik.lu; Deutsche Aids-Hilfe, ..

Es gab auch einen Workshop zum Thema "Wir machen einen Drogeninfostand - Sinnvoll chillen auf Parties" gemacht, dieser ist im Internet verfügbar. Vielleicht mal ganz interessant, drei Infostände auf einmal zu sehen:

Weitere Dinge: Safer-Use Schlauch, mini Taschenmesser mit LED dran, Gaffa, Klebestreifen, Stifte Siehe auch in der Mitnehmliste,

Deko

Aufbau und Deko:

  • Tischdecke, weitere Tücher, Licht
  • Es gibt im Billig-Shop so Plastik-Aufhänger wo Flyer reinpassen, "Fototapete" oder ähnlich nennt sich das.
  • Laminierte Schilder halten länger, sind ausserdem abwaschbar...
  • Spielzeug

Transport

Durch die Gegend zu ziehen mit einem Drogeninfostand ist meistens eher anstrengend. In Berlin hat es angefangen mit zwei Personen, die das Zubehör in Rucksäcken und Fahrrad durch die Gegend transportiert haben. Ein Fahrrad mit Gepäckträger sollte es schon sein. Es gibt immerwieder tolle wetterfeste Satteltaschen im Angebot.

Vielleicht kennst du jemanden mit Auto?

Durch staatliche Förderung kann es schonmal zu einem rollenden Wohnzimmer kommen.. Wenn eine solche Förderung von bestimmten Kriterien abhängig ist, ist das nicht mehr autonom.

Das jährliche Sonics-Treffen kann bei der DAH abgerechnet werden. Vorher anmelden und danach die Quittungen einreichen nicht vergessen.

Unterkunft

Durch die vorhandenen Netzwerke ist es nahezu immer möglich Unterkunft zu bekommen.

Standort

Es ist total sinnvoll, eine physikalische Location zu haben. Zum Beispiel um dort Materialien unterzubringen oder vorzubereiten. Vielerorts ist dies in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen möglich, wie zb. bei den Drugscouts in Leipzig oder dem Hanf Museum in Berlin.


Weiterbildung

Aktion

Denkbar und durchführbar sind: Demos & Kundgebungen, Seminare & Workshops, Beameraction, Eigene Filmaufnahmen, ..

Kommunikation

Zum Kommunizieren benutzen wir mehrere Kanäle: Webseiten, eMail und Mailinglisten, Instant Messaging.

Links zur Selbstorganisation

Personal tools